Gärten in Niederkassel: Was hier typisch ist
Niederkassel zieht sich rund 12 km am rechten Rheinufer entlang – von Mondorf an der Siegmündung bis Lülsdorf im Norden. Anders als im Bergischen Land ist das Gelände hier eben: Die Stadt liegt in der Köln-Bonner Rheinebene, auf der Niederterrasse und in der Rheinaue.
Der Untergrund ist vom Rhein geprägt. Unter einer Schicht aus Hochflutlehm – schluffig, stellenweise sandig – liegen Sande und Kiese des Rheins; davon zeugen auch die vielen Baggerseen im Stadtgebiet. Für den Garten heißt das: Die Böden sind oft fruchtbar, können aber stellenweise zu Staunässe neigen. Ob Regenwasser auf Ihrem Grundstück gut versickert, prüfen wir vor dem Pflastern – davon hängen Unterbau und Gefälle ab.
Auch die Sieg spielt eine Rolle: Ihr Überschwemmungsgebiet wurde im September 2026 neu festgesetzt und betrifft auch Niederkassel. Liegt Ihr Grundstück in Mündungsnähe, klären wir vorab, ob dort Einschränkungen gelten.
Ortsteile und Anfahrt
Von unserem Betrieb in Siegburg sind es bis zum Niederkasseler Rathaus rund 16 km über die A 560 und die A 59 – etwa 20 Minuten, nach Mondorf etwas weniger. Wir sind in allen sieben Stadtteilen im Einsatz:
- Mondorf und Rheidt
- Niederkassel und Uckendorf
- Stockem und Ranzel
- Lülsdorf
Was in Niederkassel gilt
Baumschutzsatzung: Niederkassel schützt Bäume früher als zum Beispiel Hennef oder Bonn. Die Baumschutzsatzung gilt in den bebauten Ortsteilen und in Gebieten mit Bebauungsplan. Geschützt sind langsam wachsende Bäume schon ab 60 cm Stammumfang, schnell wachsende ab 80 cm – gemessen in 1 m Höhe. Welche Art in welche Gruppe gehört, regelt eine Artenliste: Viele Nadelbäume wie Kiefer, Lärche oder Thuja zählen als schnell wachsend, die Eibe als langsam wachsend. Ausgenommen sind Weißbirken, Säulenpappeln und Obstbäume – Walnuss und Esskastanie aber nicht.
Für das Fällen eines geschützten Baums braucht es eine Genehmigung der Stadt. Der Antrag kostet 30 € (60 € mit Ortstermin), die Bearbeitung dauert vier bis zwölf Wochen. Meist verlangt die Stadt eine Ersatzpflanzung. Auch Versiegeln oder Abgraben im Kronenbereich ist verboten – wichtig, wenn unter einem großen Baum gepflastert werden soll.
Regenwasser: Ökopflaster spart Gebühren. Für Flächen, deren Regenwasser in den Kanal fließt, berechnet Niederkassel eine Niederschlagswassergebühr von 1,34 € pro m² und Jahr. Schwach befestigte Flächen wie Rasengittersteine oder Ökopflaster zählen nur zur Hälfte. Wer sein Regenwasser in einer Zisterne sammelt und ohne Überlauf in den Kanal im Garten nutzt, zahlt für die angeschlossene Fläche gar nichts. Bei einer neuen Einfahrt oder Terrasse lohnt sich deshalb der Vergleich – wir rechnen das bei der Besichtigung mit Ihnen durch. Änderungen an befestigten Flächen müssen Sie der Stadt innerhalb eines Monats melden.
Alle Angaben: Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Verbindlich sind die Satzungen der Stadt Niederkassel.
Häufige Fragen
Fragen zu Gärten in Niederkassel
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir beantworten sie gern persönlich.
Ab welcher Größe ist ein Baum in Niederkassel geschützt?
Langsam wachsende Bäume ab 60 cm Stammumfang, schnell wachsende ab 80 cm – gemessen in 1 m Höhe. Weißbirken, Säulenpappeln und die meisten Obstbäume sind ausgenommen, Walnuss und Esskastanie nicht.
Was kostet der Antrag auf Fällgenehmigung?
30 €, mit Ortstermin 60 €. Planen Sie vier bis zwölf Wochen Bearbeitungszeit ein. Die Stadt kann eine Ersatzpflanzung verlangen.
Lohnt sich Ökopflaster in Niederkassel?
Bei der Regenwassergebühr ja: Rasengitter und Ökopflaster werden nur zur Hälfte berechnet. Bei 100 m² Einfahrt sind das 67 € statt 134 € im Jahr.
Wann darf ein Baum gefällt werden?
Die Satzung empfiehlt, nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September zu fällen. Brüten Vögel im Baum, ist die Fällung bis zum Ende der Brut ohnehin tabu.
Muss ich der Stadt melden, wenn ich neu pflastere?
Ja. Ändern sich die befestigten Flächen auf Ihrem Grundstück, müssen Sie das innerhalb eines Monats anzeigen – danach richtet sich die Niederschlagswassergebühr.