Gärten in Troisdorf: Was hier typisch ist
Troisdorf besteht aus zwölf Stadtteilen – vom dicht bebauten Zentrum bis zu den Siedlungen am Rand der Wahner Heide. Etwa die Hälfte dieser Heide liegt auf Troisdorfer Gebiet, fast der gesamte Südteil.
Die Wahner Heide liegt auf einer Terrasse aus Sand und Kies, die der Rhein abgelagert hat. Die Böden dort reichen von nährstoffarmen, schnell austrocknenden Sanden bis zu staunassen, tonigen Stellen. Für Gärten in Heidenähe kann das heißen: Rasen und Beete brauchen im Sommer mehr Wasser, während Regenwasser an anderer Stelle schlecht abläuft. Welcher Boden auf Ihrem Grundstück liegt, sehen wir uns bei der Besichtigung an – davon hängen Unterbau, Pflanzenwahl und Bewässerung ab.
Im Norden und Westen bestimmen Agger und Sieg das Bild. Beide können schon bei häufigeren Hochwassern teils großflächig über die Ufer treten, und bei hohem Rheinpegel staut der Rhein in die Sieg zurück. Im September 2026 wurde das Überschwemmungsgebiet der Sieg neu festgesetzt – auch Troisdorf ist betroffen.
Ortsteile und Anfahrt
Troisdorf ist unser direkter Nachbar: Vom Siegburger Rathaus bis zum Troisdorfer Rathaus sind es rund 5 km, mit dem Auto etwa 10 Minuten. Wir sind in allen zwölf Stadtteilen im Einsatz:
- Troisdorf-Mitte und Troisdorf-West
- Sieglar, Oberlar und Kriegsdorf
- Spich und Friedrich-Wilhelms-Hütte
- Eschmar, Müllekoven und Bergheim
- Altenrath und Rotter See
Was in Troisdorf gilt
Baumschutzsatzung: Troisdorf schützt Bäume ab 100 cm Stammumfang, gemessen in 1 m Höhe – in den bebauten Ortsteilen und in Gebieten mit Bebauungsplan. Nicht geschützt sind Pappeln (außer Schwarzpappeln), Birken, Korkenzieherweiden und alle Nadelbäume außer Eibe und Kiefer. Obstbäume sind nicht ausgenommen. Verboten ist auch, im Wurzel- und Kronenbereich eines geschützten Baums zu versiegeln, abzugraben oder aufzuschütten – wichtig, wenn unter einem Baum gepflastert werden soll.
Eine Fällgenehmigung ist unter anderem möglich, wenn ein Baum Fenster stark verschattet oder ein starkwüchsiger Baum näher als 4 m am Wohnhaus steht. Den Antrag stellen Sie schriftlich bei der Stadt, mit Lageplan. Genehmigte Fällungen sind nur vom 1. Oktober bis Ende Februar erlaubt. Als Ersatz verlangt die Stadt in der Regel neue Bäume – alternativ sind auch eine Laubhecke oder ein begrüntes Dach möglich.
Regenwasser kostet Gebühren: Für Flächen, deren Regenwasser in den Kanal fließt, berechnet der Abwasserbetrieb Troisdorf 1,88 € pro m² und Jahr. Gründächer zählen nur zur Hälfte. Läuft das Wasser in eine private Versickerung, fällt keine Gebühr an – die Versickerung muss aber vorher genehmigt werden. Änderungen an befestigten Flächen müssen Sie innerhalb eines Monats melden.
Alle Angaben: Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Verbindlich sind die Satzungen der Stadt Troisdorf und des Abwasserbetriebs Troisdorf.
Häufige Fragen
Fragen zu Gärten in Troisdorf
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie an – wir beantworten sie gern persönlich.
Ist mein Kirschbaum in Troisdorf geschützt?
Ab 100 cm Stammumfang in 1 m Höhe: ja. Die Troisdorfer Satzung nimmt Obstbäume nicht aus – anders als zum Beispiel Hennef oder Bonn.
Darf ich eine große Fichte oder Thuja ohne Genehmigung fällen?
In Troisdorf sind Nadelbäume außer Eibe und Kiefer nicht geschützt. Brüten Vögel im Baum, muss die Fällung trotzdem warten.
Der Baum steht sehr nah am Haus – bekomme ich eine Genehmigung?
Steht ein starkwüchsiger Baum weniger als 4 m vom Wohnhaus entfernt oder verschattet er Fenster stark, kann die Stadt eine Ausnahme erteilen. Entschieden wird im Einzelfall.
Mein Garten liegt nah an der Wahner Heide – was ist anders?
In Teilen der Heide sind die Böden sandig und trocknen schnell aus. Rasen und Beete brauchen dann eine passende Bewässerung und Pflanzen, die Trockenheit vertragen. Das klären wir bei der Besichtigung.
Darf ich einen geschützten Baum im Garten umsetzen?
Das Verpflanzen auf demselben Grundstück verbietet die Troisdorfer Satzung nicht. Ob ein Baum das Umsetzen übersteht, hängt von Art, Größe und Wurzeln ab – das sollte vorher ein Fachbetrieb prüfen.